Naturfaser Schafwolle - Naturfasern für ein gesundes Leben

Wildseide
Herkunft und Eigenschaften der Wildseide

Wildseide kommt hauptsächlich aus Indien und ist ebenso wie Zuchtseide ein reines Naturprodukt. Beide Seidenarten werden aus den Kokons von Seidenraupen gewonnen. Wobei die gezüchteten Seidenraupen abgetötet werden, ehe sie ihren Kokon verlassen, werden die Kokons wild lebender Seidenraupen eingesammelt, nachdem sich ihre Bewohner nach außen durchgebissen und damit die Fäden durchtrennt haben. Dies erklärt, warum Zuchtseide aus langen Fäden besteht, während Wildseide dagegen kurze Fäden aufweist.

Beim Weben muss die Wildseide auf Grund der Gewinnung der Fäden verknüpft werden, was die später sichtbaren und fühlbaren Verdickungen im Stoff bewirkt. Diese Verdickungen verleihen dem Stoff den typischen optischen Effekt. Naturbelassene Wildseide kann sich farblich stark unterscheiden und von blassem beige, über Brauntöne bis zu dunklen Grautönen viele Fassetten aufweisen. Zustande kommen diese Farbunterschiede durch die Nahrungsaufnahme der Raupen, die aus verschiedenen Pflanzen besteht. Aber auch das Einfärben ist möglich und verleiht dem Stoff einen edlen Schimmer, der bei Bettbezügen eine tolle Wirkung erzielt. Gänzlich einfarbig gehaltene Stoffe lassen den Seideneffekt bestens erkennen.